13.01.2018

von B° RB

Ottobeurer Galerie

BUCHVORSTELLUNG der STAATSGALERIE IN DER BENEDIKTINERABTEI OTTOBEUREN

Katalogcover „Staatsgalerie in der Benediktinerabtei Ottobeuren“ mit dem Motiv Ulmer Meister, Salome bringt Herodias das Haupt Johannes des Täufers, um 1450

Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen publizieren in loser Folge Sammlungsführer zu ihren Museen in München und ihren dreizehn Zweiggalerien in ganz Bayern. Ein neuer Band ist der Staatsgalerie in der Benediktinerabtei Ottobeuren gewidmet. Er bildet zum ersten Mal alle ausgestellten Gemälde in Farbe ab; fachkundige Texte erläutern die Werke und die Galeriegeschichte. 

Fakten
BUCHVORSTELLUNG der STAATSGALERIE IN DER BENEDIKTINERABTEI OTTOBEUREN

15. JANUAR 2018, 10.00 UHR

ANSCHLIESSEND RUNDGANG MIT DEN GÄSTEN DURCH DIE GALERIERÄUME

Die Ottobeurer Galerie ist eine der kleinsten Filialen der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen; bereits ihr Standort, die eindrucksvolle, im 18. Jahrhundert errichtete Klosteranlage der damaligen Reichsabtei Ottobeuren, heute gern „Schwäbischer Escorial" genannt, macht sie zu etwas Besonderem. Die Galerie befindet sich im Klostergebäude und ist in den Rundgang des Klostermuseums integriert. Unter barocken Decken, in einem Teil der historischen Galeriezimmer treffen die Besucherinnen und Besucher auf herausragende Gemälde des späten Mittelalters aus dem Allgäu und aus Schwaben sowie auf eine reizvolle Auswahl von Werken des europäischen Barock. Glanzstück ist die um 1450 entstandene „Ottobeurer Marientafel“, die mit ihren kleinteiligen Darstellungen zu eingehender Betrachtung einlädt. 

In ihrer Mehrzahl stammen die Exponate aus dem Gemäldebestand des ehemaligen Reichsstifts. 1802 wurde die Reichsabtei im Zuge der Säkularisation aufgelöst; in der Folge gelangten die klösterlichen Gemäldebestände in staatliches Eigentum. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts wurde ihr Umfang durch Versteigerungen stark verringert. Ein großer Teil der in München bewahrten Bilder kehrte 1964 anlässlich der Jubiläumsausstellung zum 1200-jährigen Bestehen der Benediktinerabtei dorthin zurück; um sie dauerhaft in Ottobeuren zeigen zu können, wurde 1967 die Staatsgalerie gegründet. Die aus der Klostersammlung stammenden Werke werden in der aktuellen Präsentation durch ausgewählte Exponate anderer Herkunft ergänzt. 

Interessierte Besucherinnen und Besucher der Abtei und der Galerie finden in dem neuen Band – der letzte Vorgänger erschien im Jahr 1991 – einen kompetenten Begleiter; allen Kunstfreunden bietet er die Möglichkeit, einen bislang wenig bekannten Bilderschatz neu zu entdecken. 

Staatsgalerie in der Benediktinerabtei Ottobeuren

Elisabeth Hipp (Hrsg.), Staatsgalerie in der Benediktinerabtei Ottobeuren. Mit Beiträgen von Bernd Ebert, Gabriel Hefele, Frater Tobias Heim OSB, Elisabeth Hipp, Mirjam Neumeister, Martin Schawe, Matthias Weniger und mit einem Vorwort von Bernhard Maaz. 120 Seiten. Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg i. Allgäu , ISBN 978-3-95976-105-5. Preis: 10,90 Euro. 

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